Behandlungsphilosophie
​
Als Psychotherapeut für Erwachsene gehe ich zum Einen davon aus, dass der Mensch durch unterschiedliche Faktoren (Genetik, Erziehung, Lernvorgänge und Umweltfaktoren) geprägt wird und durch stressauslösende Ereignisse an Gleichgewicht im Leben verlieren kann. Auch verinnerlichen wir im Laufe des Lebens Bewältigungsmechanismen, die lange Zeit überlebenswichtig für uns waren, es aber vielleicht auf einmal nicht mehr scheinen. So verlieren sie dann an Funktionalität, machen Menschen zu schaffen und bewirken Leiden. Dies ist oft der Grund, warum jemand eine Psychotherapie aufsucht.
Bindungen, Beziehungen und generationale Übertragungen stellen vor dem Hintergrund der eigenen Biografie den zentralen Aspekt in meiner Arbeit mit Menschen dar. Großes Interesse widme ich dabei der Persönlichkeits- und Identitätsentwicklung, ebenso aber der Psychodynamik sowie seelischen Grundbedürfnissen. Wichtig ist mir in der Arbeit mit Menschen, einen humanistischen Behandlungsansatz zu wählen und nach den aktuellen Kenntnissen der Wissenschaft zu arbeiten.
In meiner Arbeit schaue ich mir mit Menschen den Weg zur heutigen Situation an. Dabei lege ich Wert darauf, das - heute vielleicht hinderliche - Verhalten auch zu würdigen und vor allem die zugrunde liegenden, oft kindlichen Gefühle zu verstehen. Auch werden wir uns Ihrem Denken widmen, Glaubenssätze und Schemata herausarbeiten. Das Arbeitsbündnis zwischen Ihnen und mir sollte von Transparenz, Augenhöhe und Ehrlichkeit geprägt sein. Dabei kommen nicht nur Methoden der Verhaltenstherapie zutragen, sondern auch das, was wir „über den Tellerrand hinaus“ nutzen können (z.B. die tiefenpsychologische, systemische und Schematherapie). So gehe ich davon aus, dass der Mensch im Laufe seines Lebens gute sowie schwierige Erfahrungen macht – zunächst in seiner Familie, dann in seinen sozialen Systemen (z.B. Freundschaft, Partnerschaft, Arbeit). Ebenso prägen den Menschen Erlebnisse und Ereignisse (z.B. Verluste, Trennung, Krankheit oder Unfälle), welche nicht verstanden oder integriert werden können. Hieraus können Konflikte entstehen, welche unsere Persönlichkeit und Identität beeinflussen, und manchmal bis heute schmerzen. Um diese vorübergehend zu bewältigen, entwickelt der Mensch manchmal „dysfunktionales“ Verhalten oder auch Abwehrmechanismen, um unangenehme Gefühle zu verarbeiten und den Alltag zu meistern.
